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⚠ Disclaimer Dieser Artikel ist allgemeine Information, keine Rechts-/Versicherungs-Beratung. Konkrete Deckung und Bedingungen direkt in deiner DFV-Police und mit deinem persönlichen Versicherer klären.

Die kurze Antwort

Die DFV-Pflichtversicherung deckt Haftpflicht-Schäden die du als Springer anderen zufügst — bis ca. 5 Mio €. Was sie nicht oder nur eingeschränkt deckt: deine eigenen Verletzungen (= Unfallversicherung-Lücke), Equipment-Schäden, Verdienstausfall.

Heißt: Wer ohne private Unfallversicherung springt und sich beim Sprung das Bein bricht, kriegt Krankenkassen-Kosten erstattet, aber typisch 0 € für 6 Wochen Verdienstausfall, Reha, Invaliditäts-Lump-Sum.

Die DFV-Pflichtversicherung im Detail

Mit deiner DFV-Mitgliedschaft (90 €/Jahr 2026) ist eine Sammelversicherung gekoppelt — Pflicht für alle aktiven Springer in Deutschland. Sie deckt:

  • Halterhaftpflicht — Schäden an Dritten (Person, Sache) durch deinen Sprung. Beispiel: du landest auf einem Auto, Auto kaputt → DFV zahlt
  • Insassen-Haftung bei Sprungflugzeug-Unfällen
  • Geltungsbereich: weltweit, mit Einschränkungen für USA + Kanada (siehe unten)
  • Versicherungssumme: ca. 5 Mio € pauschal je Schaden

Was die DFV-Versicherung NICHT deckt

Die häufigsten Lücken die Springer überraschen:

  • Eigene Verletzungen — kein Schmerzensgeld, keine Invaliditäts-Leistung
  • Verdienstausfall bei Krankschreibung nach Verletzung
  • Equipment-Schäden — wenn du beim Cutaway deine 3.000-€-Hauptkappe verlierst
  • Eigene Mal-Funktionen die zu Eigen-Schaden führen ohne Dritt-Beteiligung
  • Auslands-Behandlungs-Kosten über die normale Krankenkasse hinaus
  • Reha + Pflege bei dauerhafter Invalidität
  • Tod-Leistungen für Hinterbliebene
🚫 Häufiger Trugschluss „Ich habe DFV-Versicherung, also bin ich versichert" ist falsch. DFV deckt was du anderen antust, nicht was DIR passiert. Wer ohne private Unfallversicherung springt, geht ein erhebliches finanzielles Risiko ein bei jedem Sprung.

Welche Zusatzversicherungen wirklich Sinn machen

1. Private Unfallversicherung mit Skydive-Klausel

Wichtigste Zusatzversicherung. Standard-Unfallversicherungen schließen Skydiving oft aus. Du brauchst entweder:

  • Eine Versicherung mit ausdrücklicher Skydive-Inklusion (Anbieter z.B. INTER, Helvetia, einige Spezialvermittler)
  • Oder ein Sport-Risiko-Aufschlag (Aufpreis ca. 30-80% auf normale Unfall-Police)

Kosten typisch: 120-280 €/Jahr für 100k-200k € Invaliditäts-Summe. Wer nur 5-10 Sprünge/Jahr macht, kann eine günstigere Variante nehmen (Sprünge müssen aber als „regelmäßiger Sport" gemeldet sein).

2. Equipment-Versicherung

Reserve-Auslösung mit verlorenem Hauptschirm: typischer Schaden 1.500-3.500 €. Eigene Police kostet typisch 40-90 €/Jahr, deckt Verlust + Diebstahl + Transport-Schäden. Lohnt sich ab Equipment-Wert ~3.000 €.

Wer geliehenes DZ-Equipment nutzt, ist meist über die DZ-Police mit-versichert — aber Detail mit DZ-Manager prüfen. Mehr zu Wartung + Equipment-Wert: Wartungsintervalle: Reserve, AAD und Container.

3. Krankentagegeld-Versicherung

Für Selbständige + Freiberufler kritisch. Wer 4-6 Wochen ausfällt nach Bein-Bruch, hat keinen Lohnfortzahlungs-Anspruch wie Angestellte. Krankentagegeld zahlt täglich einen vorher vereinbarten Satz ab Tag 22-43 (je nach Tarif).

Kosten: 200-600 €/Jahr je nach Tarif + Tagessatz. Nur wer beruflich auf das Einkommen angewiesen ist (= alle Selbständigen), sollte das ernsthaft prüfen.

4. Auslands-Reise-Krankenversicherung mit Sport-Klausel

Standard-Auslands-Reise-Krankenversicherungen schließen Extremsport oft aus. Für Empuriabrava-Boogies nimmst du eine mit Skydive-Inklusion. Anbieter: ADAC Plus, ERGO Reise (mit Aufpreis), STA-Travel.

Kosten: 30-80 €/Jahr. Deckt Rück-Transport, Krankenhauskosten EU + außerhalb. Für nicht-EU (z.B. Eloy / DeLand in den USA) kritisch — US-Krankenhauskosten ohne Versicherung sind ruinös. Mehr zum internationalen Boogie: Skydive Empuriabrava 2026.

Sonderfälle

USA + Kanada

Die DFV-Sammelversicherung hat Einschränkungen für USA + Kanada (oft niedrigere Versicherungssumme). Wer dort springt: vorab die DFV-Police prüfen oder eine US-Skydive-Versicherung über die USPA abschließen.

Tandem-Master / Instructor-Tätigkeit

Wer als Tandem-Master oder Instructor arbeitet, braucht erweiterte Berufshaftpflicht. Die DFV-Mitglieder-Versicherung deckt nicht die Haftung als Trainer für Schüler-Schäden. DZ-eigene Berufshaftpflicht ist hier üblich — Tarif-Verhandlung mit DZ.

Wingsuit, Camera-Flying, Swooping

Höhere Risiko-Disziplinen können Aufschläge bei Privat-Versicherungen verursachen. Wenn du extrem-disziplin-aktiv bist, melde das ehrlich bei deinem Versicherer — sonst riskierst du Leistungs-Verweigerung im Schadensfall.

Sprünge dokumentieren — auch fürs Versicherungs-Verhältnis

Im Schadensfall verlangen Versicherer oft Sprung-Historie: war's der 100. oder 5.000. Sprung? Auf welcher DZ? Mit welchem Equipment? Ein lückenlos geführtes Sprungbuch ist hier Gold wert.

In Sprunghelden trackst du jeden Sprung mit Datum, Equipment, DZ, Disziplin — Audit-Trail-fähig. Bei einem Versicherungs-Schadensfall exportierst du den PDF-Auszug der relevanten Sprünge in einem Klick. Mehr: DFV-konformes Sprungbuch.

🎭 In der Demo Schau dir Lukas' PDF-Export an: demo.sprunghelden.de mit lukas / demo1234 → Sprünge → „PDF-Export". 487 Sprünge, sortiert mit allen versicherungs-relevanten Daten.

Realistisches Versicherungs-Setup für Lizenzler

VersicherungKosten/Jahr
DFV-Mitgliedschaft + Sammelversicherung (Pflicht)90 €
Private Unfallversicherung mit Skydive-Klausel120-280 €
Equipment-Versicherung (ab 3k Equipment-Wert)40-90 €
Auslands-Reise-Kranken (Sport-Klausel)30-80 €
(Selbständige zusätzlich) Krankentagegeld200-600 €
Realistische Gesamtkosten (Angestellt)280-540 €
Fazit DFV-Versicherung ist Pflicht und deckt Halterhaftpflicht. Was sie NICHT deckt: deine eigenen Verletzungen. Wer dauerhaft springt und ohne private Unfallversicherung lebt, geht ein erhebliches finanzielles Risiko. Die ~250-500 €/Jahr für vollständigen Versicherungs-Schutz sind ehrlich gerechnet weniger als 2 Sprung-Tickets.

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